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Neue S3-Leitlinie zum Schmerzmanagament bei älteren Menschen

Neue S3-Leitlinie zum Schmerzmanagament bei älteren Menschen

Die GeriPAIN-Leitlinie bietet evidenzbasierte Empfehlungen für das Schmerzmanagement bei geriatrischen Patienten in allen Versorgungssettings.

Die neue Leitlinie ist speziell für ältere Menschen, in der Regel ab 70 Jahren, die an mindestens zwei chronischen Erkrankungen leiden. Sie bietet eine strukturierte, evidenzbasierte Orientierung zur Schmerzerfassung und -therapie und berücksichtigt sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Verfahren. Erstellt wurde sie von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie 32 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen. Sie richtet sich an Fachkräfte im Gesundheitswesen, einschließlich Ärzte, Pflegefachpersonen, Therapeuten und Sozialarbeiter, sowie an die betroffenen Patienten selbst und deren Angehörige.

Die Leitlinie formuliert evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen zu:

  • Aufrechterhaltung der Versorgungskontinuität
  • Gemeinsame Entscheidungsfindung
  • Schmerzerfassung (Screening, Assessment, Verlaufserfassung)
  • Allgemeine nicht-medikamentöse Interventionen
  • Allgemeine medikamentöse Interventionen
  • Krankheitsspezifische Interventionen

Sie ersetzt damit die S3-Leitlinie „Schmerzassessment bei älteren Menschen in der vollstationären Altenhilfe“ (AWMF-Registernr. 145-001) und ergänzt diese substanziell um die Bereiche der Zusammenarbeit und Therapie. Des Weiteren adressiert GeriPAIN das Schmerzmanagement in allen Versorgungssettings und richtet sich damit auch an die ambulante und akutstationäre Versorgung geriatrischer Patient:innen.

Die GeriPAIN-Leitlinie stellt somit einen wichtigen Schritt zur Verbesserung des Schmerzmanagements bei geriatrischen Patient:innen dar und bietet eine wertvolle Ressource für alle, die in diesem Bereich tätig sind. Verfügbar ist die neue Leitlinie im AWMF-Register und umfasst neben der Langfassung auch eine Kurzversion, einen Leitlinienreport und Qualitätsindikatoren. Diese Ressourcen sind für Fachkräfte und Interessierte zugänglich.

Quelle: u.a. Pressemitteilung der Deutschen Schmerzgesellschaft